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Fragen und Antworten rund um das aktuelle Thema "Hallentennis"

Herrschen gute Lichtverhältnisse? Die sogenannte Beleuchtungsstärke in Tennishallen sollte im Idealfall 400 Lux betragen. Ausschlaggebend für einen hohen Lux-Wert ist nicht nur die Stärke der Lichtquelle, sondern vor allem der Abstand und die Beschaffenheit des bestrahlten Gegenstandes. Es gibt Merkmale, die den Aktiven Aufschluss über die Lichtverhältnisse in der Halle geben. So haben beispielsweise Hallen mit rotem Belag einen niedrigeren Reflexionsgrad als grüne oder blaue Böden. Wichtig ist auch, dass die üblichen Leuchtstoffröhren regelmäßig ausgetauscht (einmal im Jahr) werden, Dadurch bleibt die Beleuchtungsstärke in der Halle auf einem konstanten Niveau.

Sind die Courts ordentlich gepflegt? Alle Indoorbeläge haben eine gewisse Lebensdauer und müssen irgendwann erneuert werden. Die Lebensdauer ist von der Intensität und Frequenz der Belastung abhängig. In der Regel halten Hallenböden nicht länger als 15 Jahre. Zwischen den verschiedenen Indoorbelägen gibt es jedoch große qualitative Unterschiede. Entscheidend ist der Garnanteil im typischen Veloursboden. Dieser liegt zwischen 700 und 1200 Gramm pro Quadratmeter. Je höher der Wert, desto widerstandsfähiger, langlebiger und besser ist der Bodenbelag. Bei Böden mit Granulateinstreuung (auf Veloursböden mit „Profil“) oder mit Quarzsand (auf Kunstrasenböden) ist es wichtig, dass das Streumaterial immer wieder gleichmäßig verteilt und erneuert wird.

Kann man online buchen? Hallenplätze über das Internet zu buchen, ist eine tolle Einrichtung für Spieler und Hallenbetreiber. Tennishallen mit einem Online-Buchungssystem erreichen in der Regel eine bessere Auslastung ihrer Plätze als Hallen, in denen man nur „konventionell“ (über das Telefon) buchen kann. Die Vorteile für die Spieler sind klar: man kann bequem vom heimischen PC aus mit ein paar Klicks nachsehen, wann eine Stunde frei ist und diese spontan buchen. Ausgereifte Programme ziehen automatisch den fälligen Betrag vom Konto ein. Noch bequemer für die Spieler wird es, wenn die Betreiber in ihrer Halle eine Möglichkeit zur Online-Buchung anbieten, einen Internet-Terminal zum Beispiel. Dort kann man nach einem Match direkt mit seinem Partner den nächsten Spieltermin abklären. An die Online-Buchungssysteme lassen sich viele Zusatzfunktionen koppeln. Spieler können nach Spielpartnern suchen, Hallenbetreiber sind in der Lage, über ihre Website Neuigkeiten zu vertreiben („virtuelles schwarzes Brett“) und Sponsoren zu akquirieren, so dass sie stets frequentiert wird. Ein Club in Berlin mit eigener Tennishalle und Online-Buchungssystem hat auf Wunsch seiner jugendlichen Mitglieder einen Chatroom auf der Website eingerichtet.

Ist die Halle warm genug? Als Standardtemperatur gelten in einer Tennishalle 15 Grad Celsius. Wenn in strengen Wintern die Temperatur unter diesen Richtwert zu fallen droht, muss der Hallenbesitzer darauf achten, dass die Vorgabe eingehalten wird (etwa durch eine gute Isolierung). Bei älteren Hallen mit einer Glasfront besteht die Gefahr, dass selbst intensives Heizen nicht viel bringt. Denn diese Lichtdurchlässigen PVC-Fassaden haben einen schlechten „U-Wert“ (Wärmedurchgangskoeffizient), wodurch viel Wärme schnell verloren geht. Besser sind neuere PC-Elemente, die aus sechs Teilen bestehen und wesentlich besser isolieren. Ein weiterer Schwachpunkt älterer Hallen sind Dächer, die häufig mit Platten aus Styropor abgedichtet sind, denn Styropor schrumpft mit der Zeit. Dadurch bilden sich nach und nach kleinere Fugen zwischen den Platten – durch sie kann die Energie nach draußen entweichen.

Quelle: Tennis Magazin – Ausgabe Oktober 2006



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